In diesem Jahr hat es uns vom 23. August bis 7. September 2019 einmal wieder in den hohen Norden nach Norwegen, besser gesagt auf die Inselgruppe der Lofoten verschlagen. Die Lofoten werden auch als Karibik des Nordens bezeichnet, was durchaus keine Übertreibung ist, da es wunderschöne Sandstrände mit türkisfarbenem und kristallklarem Wasser gibt. Der ein oder andere Mutige hat sich sogar trotz kalter Wassertemperaturen in die Fluten gestürzt. 

Karibische Strände im Norden

Blick auf den Ytresand Strand

Einige der Buchten sind auch schon länger ein Geheimtipp unter Surfern, was sie zu dem nördlichsten Surf-Hotspot der Welt macht.

Surfer am Strand von Skagsanden
Surfer am Strand von Skagsanden

Berge, Fjorde und Seen auf den Lofoten

Die Strände sind aber bei weitem nicht alles was die Inselgruppe zu bieten hat. Die Landschaft ist atemberaubend schön. Die Berge ragen direkt, teils fast senkrecht aus dem Meer empor. Fjorde ziehen sich bis tief ins Inselinnere und wie wenn das Meer nicht schon genug Wasser bieten würde, gibt es noch unzählige Seen, die die grünen oder felsigen Hänge und Ebenen schmücken. 

Seen auf dem Weg zur Munkebu Hütte

Die Küstenorte werden durch die typischen Fischerdörfer mit ihren roten oder gelben Holzhütten geziert.

Fischerhütten in Reine

Die südlichen Inseln Moskenesøy und Vestvågøy

Da wir einige Wanderungen und eine Kajaktour (fiel leider den Regentagen zum Opfer) geplant hatten, konzentrierten wir uns auf die zwei größten südlichsten Inseln Moskenesøy und VestvÃ¥gøy.

Moskenesøy, die südlichere der beiden Inseln bekannt durch den Berg Reinebringen mit einer unglaublichen Aussicht. Manche behaupten mit der schönsten Aussicht der Welt.

Panorama vom Reinebringen mit Blick auf Reine

Moskenesøy ist wild und ursprünglich. VestvÃ¥gøy eher lieblich und ausgedehnter, hat mehr Strände und ist nicht minder schön. 

Wanderparadies Lofoten

Die Lofoten sind aufgrund eines gut ausgebauten Wegenetzes ein Paradies für Wanderer. Es gibt zwar keine 3.000er zu erklimmen, da der höchste Gipfel gerade Mal 1.029 m hoch ist. Da die Touren aber fast immer auf Meereshöhe beginnen und teils sehr steil sind, sind diese nicht zu unterschätzen. Für einige Wanderungen auf Moskenesøy, muss man sich mit einem Linienboot zum Startpunkt fahren und von dort auch wieder abholen lassen. Da der Fahrplan bei unserer Ankunft gerade auf den Herbstplan umgestellt wurde, waren die Fahrzeiten für uns eher unbrauchbar, so dass wir uns leider gegen eine solche Tour entscheiden mussten. Erschwerend kommt noch hinzu, dass man angeblich an den Bootsanlegestellen keinen Handyempfang hat.

Anreise und Fortbewegung auf den Lofoten

Fast alle Inseln der Lofoten sind über Brücken verbunden, so dass das Reisen mit dem Auto sehr bequem ist. Da es nicht viele Straßen gibt, fällt die Orientierung auch nicht schwer. 

Obwohl die Anreise auf die Lofoten wegen fehlender Direktflüge nicht gerade einfach ist, merkt man auch hier, dass die touristischen Highlights bzw. Wanderhighlights hauptsächlich auf Moskenesøy schon sehr frequentiert sind. Dennoch ist es lange nicht so überlaufen wie Island. Wir sind von Frankfurt nach Oslo und von Oslo nach Bodø geflogen, haben am Flughafen den Mietwagen abgeholt und mussten in einem Hotel eine Zwischenübernachtung einlegen, Am nächsten Morgen ging es von Bodø mit der Fähre nach Moskenes. Der Augenblick war unbeschreiblich, als von der Fähre aus am Horizont das erste Mal die schroffen Umrisse der Inselkette zu erblicken waren.

Die Inselkette der Lofoten

Kurz vor der Hafeneinfahrt haben einige Passagiere einen Orca gesehen, wir waren leider zu langsam, oder der Orca zu schnell. Orcas gibt es vor allem in den Wintermonaten relativ häufig in den Fjorden der Lofoten zu sehen.

Generell kann man auch von Bodø auf die Lofoten fliegen. Insgesamt gibt es viele Möglichkeiten, um auf die Lofoten zu gelangen (über Schweden, über eine Brücke im Norden der Inselkette etc.). Für uns war dies die angenehmste und auch günstigste Variante. Die Fährrückfahrt haben wir von Lødingen nach Bognes gebucht. Dies war zwar mit einer ca. 6 stündigen Autofahrt verbunden, hätte uns aber nochmals mehr von der Inselwelt und vom Festland zeigen sollen, wenn es an dem Tag nicht wieder wie aus Kübeln gegossen hätte. Auch hier mussten wir wieder eine extra Übernachtung in Bodø einplanen, da an dem Abend kein Flieger mehr ging.

Das Wetter auf den Lofoten

Das Wetter war in den beiden Wochen sehr durchwachsen, so hatten wir an den ersten beiden Tagen Dauerregen, während der Rest in Europa noch hochsommerliche Temperaturen genoss. Dies sind wir jedoch nicht anders gewohnt, wenn wir im Norden Urlaub machen.

Leider hat sich der Himmel auch an den sonnigen Tagen Abends immer zugezogen, so dass wir auch in diesem Urlaub wieder keine Nordlichter sichten konnten. Die Grundvoraussetzungen waren da: Nördlich des Polarkreises,  es wurde nachts wieder dunkel und die Sonnenaktivität war stark genug.

Die Temperaturen lagen an den sonnigen Tagen bei angenehmen 21 Grad. In der darauffolgenden Woche konnten wir zwei weitere Dauerregentage dazu nutzen die ersten Fotos auszusortieren und gemütlich vor dem Kamin mal wieder zu lesen. 

Kaminstimmung in der Unterkunft

Unterkünfte

Generell hatten wir zwei fantastische Unterkünfte. 

Eine traditionelle Fischerhütte in der ersten Woche in Reine: Reinebua Rorbu 1

Traditionelle Fischerhütte (Rorbuer) in Reine

Und eine moderne „Villa“ mit fantastischem Meerblick bei Sennesvik: Kylpesnes apartment

Unterkunft mit Meerblick bei Sennesvik

You may also like

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.